Sortierung technischer Kunststoffe

Für Produzenten und Entsorger technischer Kunststoffe sind vor allem zwei neuere EU-Richtlinien wichtig, die den Umgang mit alten Autos bzw. mit Elektronikschrott regeln. Um die Umweltbelastung durch ausgediente Fahrzeuge oder Elektrogeräte zu verringern nimmt die Europäische Union auch Hersteller und Zulieferindustrie in die Pflicht. Zur Umsetzung dieser EU Richtlinien müssen als erstes flächendeckende Sammel- und Rücknahmesysteme sowie entsprechende Sortierkapazitäten aufgebaut werden.

Zur Umsetzung dieser EU Richtlinien müssen als erstes flächendeckende Sammel- und Rücknahmesysteme sowie entsprechende Sortierkapazitäten aufgebaut werden. Beim Elektronikschrott-Recycling werden heute schon in Sortieranlagen die Elektro-Altgerät demontiert und Störstoffe, wie z.B. PCB-haltigen Kondensatoren (polychlorierte Biphenyle) manuell entfernt, NE- und FE Metalle werden mit entsprechenden automatischen Sortiergeräten abgeschieden und sortenrein einer Wiederverwertung zugeführt. Eine Wiederverwertung der technischen Kunststoffen ist nur dann wirtschaftlich und ökologisch sinnvoll, wenn dadurch der Verbrauch an natürlichen Ressourcen vermindert wird und Kosten eingespart werden können. Dies kann nur erreicht werden, wenn aus Altkunststoffen wieder hochwertige Produkte entstehen. Eine Grundvoraussetzung hierfür ist die zuverlässige Identifizierung der Altkunststoffe nach Polymersorten mittels Nahinfrarot (NIR)-Spektroskopie. Das schnelle Erkennen und Sortieren insbesondere von dunklen und schwarzen technischen Kunststoffen war bislang mit Standard NIR Geräten nicht möglich.
Autor(en)
Ernie Beker
Contentpartner
© Institut für anthropogene Stoffkreisläufe
Publikation
Sensor-Based Sorting & Control - 2004 (Mai 2004)
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