Erfahrungen mit der sensorgestützten Metallsortierung

Im Metallrecycling sind die Magnetscheidung und die Nichteisenmetall-Scheidung (NES) etablierte Technologien.

Beides sind Massenstromverfahren, bei denen Stoffeigenschaften der Metalle (Magnetisierbarkeit bzw. elektrische Leitfähigkeit) durch ein andauernd über die ganze Breite des Materialstroms anliegendes (statisches oder zeitlich fluktuierendes) Magnetfeld ausgenutzt werden. Mit diesen Verfahren werden in Shredderbetrieben mehr als 95% des magnetisierbaren Stahls („Eisen“) und der Nichteisenmetalle zurück gewonnen. Neuere Untersuchungen ergaben eine Recyclingquote von 98%.
Bei den Metallanteilen, die bei der Magnet- und NE-Separation nicht erfasst werden, handelt es sich zu einem großen Teil um Edelstahl, der weder gut magnetisch noch gut elektrisch leitfähig ist. Außerdem werden NE-Metalle aus Kabeln oder in Verbunden nur unvollständig von den o. g. Verfahren separiert. In der Vergangenheit erfolgte in den Abfallfraktionen von Metallaufbereitungsanlagen allenfalls eine Handklaubung größerer Metallstücke. Die Verluste dieser Handsortierung sind erheblich. In der Praxis können nur Korngrößen größer 40 mm erfasst werden, wobei die Effizienz bei Korngrößen kleiner 100 mm stark eingeschränkt ist. Die Einführung automatischer, sensorgestützter Sortiersysteme bietet für den Betreiber hier zum einen die Möglichkeit zur Kostenreduktion (Investitions- und Betriebskosten gegenüber Personalkosten), zum anderen die Aussicht auf höhere Einkünfte durch effektivere Rückgewinnung der Restmetalle.
Autor(en)
Dr. Uwe Habich
Contentpartner
© Institut für anthropogene Stoffkreisläufe
Publikation
Sensor-Based Sorting & Control - 2004 (Mai 2004)
Verkaufspreis
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