Bioenergietonne – Schnittstelle zwischen stofflicher und energetischer Verwertung
Wurde bisher die die Bio- oder Komposttonne überwiegend mit dem Ziel der Kompostierung der Biomasse und Rückführung des erzeugten Kompostes in den Stoffkreislauf etabliert, soll die Bioenergietonne zusätzlich das energetische Nutzungspotenzial in den Vordergrund stellen.
Durch die Ausnutzung der Möglichkeiten des EEG sowie die steigenden Kosten für fossile Energieträger verbessert sich die Wirtschaftlichkeit der energetischen Verwertung (Biogaserzeugung oder Verbrennung) von getrennt gesammelten Bio- und Grünabfällen nachhaltig. Grünabfälle lassen sich zu interessanten Brennstoffen aufbereiten, während strukturärmere und feuchtere Bioabfälle der Vergärung zugeführt werden können. Die Kompostierung von biogenen Abfällen ist und wird auch zukünftig Standbein der biologischen Abfallbehandlung bleiben.
Modernes Management biogener Stoffströme optimiert stoffliche und energetische Verwertungswege mit dem Ziel eines idealen Zusammenwirkens von Nährstoff- und Kohlenstoff-Recycling, Energiebereitstellung (Strom und Wärme), CO2-Reduzierung durch Substitution fossiler Energieträger sowie günstiger Behandlungskosten bei erweiterter regionaler Wertschöpfung.
Autor(en)
Prof. Dr.-Ing. habil Klaus Wiemer, Dr.-Ing. Michael Kern, Dipl.-Ing. Thomas Raussen
Contentpartner
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH
Publikation
19. Kasseler Abfallforum (2007) (April 2007)
Verkaufspreis
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