Das aktuelle Umweltrecht Polens
Das polnische Umweltrecht entwickelte sich so wie das der meisten anderen europäischen Staaten im Umbruch der 60er und 70er Jahre des 20. Jahrhunderts.
Bei dieser Entwicklung lassen sich im Hinblick auf die Wandlungen des wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Systems zwei Phasen unterscheiden. Die erste Phase (1970 bis 1990) umfasste die Zeit des sozialistischen Systems der Volksrepublik Polen. Die zweite Phase (1990 bis heute) ist durch das marktwirtschaftliche System geprägt.1 Die vorliegende Darstellung wird sich vorrangig der zweiten Phase zu widmen haben, da die erste nur noch von historischem Interesse ist.2 Dennoch ist auch die Bedeutung dieser Phase für das aktuelle Umweltrecht nicht zu unterschätzen, denn dessen gegenwärtige Ausprägung entstand nicht durch ein ruckartiges Abstreifen des sozialistischen Systems, sondern durch schrittweise Änderungen, welche stets den aktuellen Bedürfnissen der Marktwirtschaft und den verstärkten Einflüssen des Gemeinschaftsrechts entsprachen. Bis 2001 galten zwei Gesetze mit einer Schlüsselstellung: Das Wassergesetz und das Gesetz über den Schutz und die Gestaltung der Umwelt. Das erste Gesetz wurde 1974 und das zweite 1980 erlassen, beide Gesetze wurden aber in den Jahren nach 1990 zahlreiche Male novelliert.
Autor(en)
Dr. Jan Schürmann, Jerzy Sommer
Contentpartner
© Lexxion Verlagsgesellschaft mbH
Publikation
EurUp 06 / 2006 (Dezember 2006)
Verkaufspreis
€ 32,00