„Nanopartikel in Lebensmitteln und Kosmetika“

Eine Erwiderung zu Meisterernst/Daniel/Thron, StoffR 2006, 146-154

Die Diskussion der Sicherheit von Nanopartikeln in kosmetischen Mitteln sowie eines damit möglicherweise verbundenen Regulierungsbedarfs bedarf einer sehr differenzierten Betrachtung und Aufarbeitung der Fakten, verbunden mit einer sachlichen und ausgewogenen Kommunikation. Grundsätzliche Aussagen und Fragen wie „Die Sicherheit des Einsatzes [von Nanopartikeln] in Kosmetika ist nicht abschließend geklärt“, „Warum geben Nanopartikel Anlass zu Sicherheitsbedenken bei Kosmetika?“, „ ...ist die wissenschaftliche Datenlage für die meisten aktuellen ...Verwendungen von Nanopartikeln absolut unzureichend“, sind – ebenso wie die Tatsache, dass die Autoren abschließend noch die Kompetenz der Sicherheitsbewerter und der zuständigen wissenschaftlichen Gremien sowie auch das gesamte Prinzip der Sicherheitsbewertung in Frage stellen – für eine objektive Betrachtung des Sachstands keineswegs hilfreich, sondern schüren allenfalls Verunsicherung und werden in keiner Art und Weise dem Aufwand, den die Hersteller kosmetischer Mittel betreiben, um ihre Inhaltsstoffe und Fertigprodukte abzusichern, gerecht. Es fällt hingegen gemeinhin wesentlich leichter,Wissenslücken und Risiken – seien sie auch noch so klein – in einem von Natur aus nie zu 100% abzusichernden Gebäude zu identifizieren und exakte Antworten auf komplexe wissenschaftliche Fragstellungen einzufordern.
Autor(en)
Birgit Huber, Dr. Jens Burfeindt
Contentpartner
© Lexxion Verlagsgesellschaft mbH
Publikation
StoffR 06 / 2006 (Dezember 2006)
Verkaufspreis
€ 25,00