Bodendekontamination durch „Enhanced Vapour Extraction“

Zur Forcierung der Sanierung eines durch leichtflüchtige halogenierte Kohlenwasserstoffe (LHKW) und leichtflüchtige aromatische Kohlenwasserstoffe (BTEX) kontaminierten Betriebsgeländes wurde das Verfahren der „Enhanced Vapour Extraction“ (EVE), basierend auf dem Prinzip einer Bodenluftspülung entwickelt, welches herkömmliche Absaugmaßnahmen mit einer Einbringung von Druckluft in den Boden kombiniert.

Es wurde ein Pilotversuch durchgeführt, bei dem ein definierter Luftstrom über vier Sanierungspegel in den Boden eingebracht und an zentraler Stelle wieder abgesaugt wurde. Dabei konnte wahlweise der obere Bodenbereich oder tiefere Bodenschichten bis zu 6,0 m unter Geländeoberkante angefahren werden. Auf Grund der örtlichen geologischen Gegebenheiten erwies sich dieses Prinzip im gegenständlichen Fall trotz Erreichens eines deutlichen Schadstoffaustrags und einer gewissen Abreicherung der Kontamination als nicht wirtschaftlich. Das Prinzip einer Sanierung mit EVE funktioniert jedoch nachweislich und lässt unter günstigeren Randbedingungen gute Erfolge in der Sanierung von Verunreinigungen durch leichtflüchtige Kontaminanten erwarten.
Autor(en)
R. Staben, G. Heger, H. Herglotz
Contentpartner
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft
Publikation
DepoTech (2006) (November 2006)
Verkaufspreis
€ 5,00 oder im Premium-Abonnement enthalten