Einsatz von Ersatzstoffen in der österreichischen Zementerzeugung

Hauptfeuerungstemperaturen von ca. 2.000°C, Abgastemperaturen von über 1.000°C bei Verweilzeiten von 5 s bis 7 s, eine weitgehende Sinterung aller durch den Drehrohrofen laufenden Feststoffe bei Temperaturen um 1.450°C, eine Neutralisierung saurer Abgasbestandteile durch eine Gegenstromführung zum basischen Rohmehl, sind die Hauptursachen für die Zerstörung bzw. für die dauerhafte Einbindung von Schadstoffen in den Zementklinker.

Die im zementerzeugenden Prozeß eingesetzten Ersatzbrennstoffe erfahren unter den gegebenen Bedingungen eine thermische und stoffliche Verwertung. Darüber hinaus werden in der Zementindustrie Sekundärstoffe als Korrekturstoffe, Zumahlstoffe und als Betriebsmittel verwendet und damit stofflich verwertet. Durch den Einsatz von ca. 2,39 Mio. Tonnen Ersatzbrennstoffen seit ihrer Prozeßeinführung am Ende der achtziger Jahre und dem jährlichen Verbrauch von mehr als einer Mio. Tonnen an Sekundärroh- und Sekundär-zumahlstoffen leistet die österreichische Zementindustrie einen wichtigen Beitrag zur Abfallwirtschaft.
Autor(en)
Dipl.-Ing. Dr. Gerd Mauschitz, Dipl.-Ing. Andreas Hackl
Contentpartner
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft
Publikation
DepoTech (2006) (November 2006)
Verkaufspreis
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