Zu den politischen und rechtlichen Bedingungen der Errichtung eines internationalen Lagers für hochradioaktive Abfälle
Zugleich Auseinandersetzung mit der deutschen Endlagerkonzeption
Die Diskussion über Vor- und Nachteile von multinationalen Endlagern für hochradioaktive Abfälle (HRA) und abgebrannte Brennstoffe ist in den vergangenen Jahren zunehmend intensiviert worden. Kürzlich haben neue Initiativen der USA und Russlands, welche vor allem eine Reduktion der weltweiten Risiken der nuklearen Proliferation bezwekken, die Debatte angeheizt. Die vorliegenden Ausführungen betrachten eine spezifische Möglichkeit multinationaler Endlager, nämlich die Errichtung regionaler Endlager, welche von geographisch nahe beieinander liegenden Ländern gemeinsam genutzt werden können. Ein entsprechendes Projekt, Support Action: Pilot Initiative for European Regional Repositories“ (SAPIERR), welches von der Europäischen Kommission (EC) finanziell unterstützt wurde, hat dieses Konzept untersucht. Einzelheiten dazu sind im Abschnitt II unten beschrieben. Abschnitt III schließlich vergleicht die langfristige Entsorgungsstrategie Deutschlands mit der Politik und der Vorgehensweise anderer Länder.
Autor(en)
Christina Boutellier, Dr. Charles McCombie
Contentpartner
© Lexxion Verlagsgesellschaft mbH
Publikation
EurUp 03 / 2006 (Juni 2006)
Verkaufspreis
€ 32,00