Wärmenutzungskonzepte für Biogasanlagen – Technische Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit
Der wirtschaftliche Betrieb einer Biogasanlage wird durch eine möglichst ganzjährige Wärmenutzung gewährleistet. Gerade im Bereich höherer Leistungsklassen ist die Wärmenutzung zu reinen Heizzwecken von Wohnräumen oder Stallungen meist nicht mehr ausreichend.
Mögliche alternative Wärmenutzungskonzepte sind die Trocknung von Klärschlamm und von forst- oder landwirtschaftlichen Produkten, der Einsatz von Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung oder von Wärmespeichern. Die größten Erlöse könnten unter optimalen Voraussetzungen durch eine Klärschlammtrocknung erzielt werden, jedoch ist der Klärschlammmarkt regional sehr unterschiedlich, so dass hier große Unsicherheiten hinsichtlich des erzielbaren Erlöses zu verzeichnen sind. Bei einem Einsatz der Wärme zur Trocknung von Holzhackschnitzeln ist die Schwankungsbreite zwischen maximal und minimal erzielbarem jährlichem Erlös geringer. Die maximal erzielbaren Erlöse für Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung und für die ganzjährige Nutzung von Wärme unter Verwendung von Wärmespeichern fallen geringer aus als bei den Trocknungsverfahren, jedoch schwanken die Marktpreise für den Verkauf von Wärme bzw. Kälte nicht im gleichen Maße und sind somit für eine Investitionsentscheidung besser kalkulierbar.
Autor(en)
Rolf Jung, Prof. Dr.-Ing. Peter Quicker, Prof. Dr. Mario Mocker, Prof. Dr.-Ing. Martin Faulstich
Contentpartner
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH
Publikation
18. Kasseler Abfallforum (2006) (Mai 2006)
Verkaufspreis
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