Energetische Grünabfallverwertung

Die Überschrift des nun folgenden Themenblockes ist die Nutzung biogener Abfälle nach EEG in der Praxis. Und in genau dieser Praxis ist die Fa. Rodehuth tätig. Zum eigenen Hintergrund ist folgendes zu sagen: Ich bin von Beruf Landwirt und betreibe einen 110 ha großen landwirtschaftlichen Betrieb in Hövelhof, das liegt im Kreis Paderborn in NRW.

Neben diesem landwirtschaftlichen Betrieb führe ich seit Jahren eine Firma für kommunale Dienstleistungen. Schwerpunktmäßig bieten wir die Zerkleinerung von Grünschnitt zu Kompostzwecken an, das Umsetzen von Kompostmieten und das Aussieben in Kompostfraktionen. Darüber hinaus ist der gesamte Bereich von landschaftspflegerischen Arbeiten unser Betätigungsfeld. Diese Arbeiten reichen von der Hekkenpflege bis zu Baufeldräumungen von mehreren Hektar Fläche. Bei all diesen Arbeiten sind mehr oder weniger große Mengen von Grünschnitt zu händeln. Dieses Landschaftspflegematerial wurde in aller Regel kompostiert und anschließend landbaulich verwertet. In den letzten zwei bis drei Jahren hat die Fa. Rodehuth versucht aus diesem Potenzial an Grünschnitt, gewisse Mengen auch thermisch zu verwerten. Im einfachsten Fall kann zerkleinertes Astwerk direkt als Hackschnitzel oder Schreddermaterial verheizt werden, in anderen Fällen haben wir das anfallende Material durch Siebvorgänge von Sand und Feinanteilen befreit und dadurch thermisch verwertbar gemacht. Auf diese Art und Weise wanderten im letzten Jahr ca. 4.000 cbm Grünschnitt in verschiedene Heizanlagen in der näheren Umgebung.
Autor(en)
Heinz Rodehuth
Contentpartner
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH
Publikation
17. Kasseler Abfallforum (2005) (April 2005)
Verkaufspreis
€ 5,00 oder im Premium-Abonnement enthalten