Klärschlammentsorgung aus der Sicht eines Wasserverbandes
Bei der Abwasserbehandlung entstehen neben dem eigentlich Produkt“, dem gereinigten Schmutz- bzw. Mischwasser, auch Reststoffe zur Entsorgung. Hierbei ist der Klärschlamm neben dem Rechen- und Sandfanggut nicht nur von der Menge her in vielen Fällen problematisch. Er besteht aus mineralischen und organischen Stoffen und hat in Abhängigkeit von der Behandlungsstufe einen mehr oder weniger hohen Wasseranteil.
Auf die Klärschlammentsorgung soll im Weiteren vertieft eingegangen werden. Der Klärschlamm fällt in den Anlagen täglich an und muss deshalb auch täglich so behandelt werden, dass er auf den vorgegebenen oder angestrebten Entsorgungswegen den Verfügungsbereich des Klärwerksbetreibers dauerhaft verlässt. Diese Binsenweisheit beschreibt das grundsätzliche Problem der unverzichtbaren hohen Entsorgungssicherheit für Klärschlamm und stellt den entscheidenden Beurteilungsmaßstab für die Aufstellung von Entsorgungskonzepten dar. Insbesondere große Kläranlagen und Abwasserverbände sind deshalb gut beraten, in ihren Konzepten einen Entsorgungsmix zu entwickeln, der bei Wegfall einzelner Entsorgungswege unter dem Strich weitere Alternativen offen hält. Eine betriebssichere Klärschlammverbrennung stellt dabei die höchste erreichbare Stufe der Entsorgungssicherheit dar.
Autor(en)
Professor Dipl.-Ing. Dr.-Ing. E. h. Armin K. Melsa
Contentpartner
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH
Publikation
17. Kasseler Abfallforum (2005) (April 2005)
Verkaufspreis
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