PCB in offenen Systemen – Sanierung am Beispiel von Schulgebäuden

Polychlorierte Biphenyle (PCBs) wurden seit 1929 hergestellt. Ihr Haupteinsatzgebiet war als Kühlmittel in elektrischen Anlagen wie Transformatoren und Kondensatoren (geschlossene Systeme).

PCBs wurden auch in „offenen Systemen“ eingesetzt. Dazu zählen u.a. Fugendichtungsmassen (FDM), Anstrich- und Klebstoffe und Deckenplatten. Das Gros der Bestände an PCB-haltigen Transformatoren und Kondensatoren wurde in der Schweiz zwischen 1980 und 1998 entsorgt. Heute sind noch grössere PCB-Mengen in Kleinkondensatoren, Korrosionsschutzanstrichen und dauerelastischen Fugendichtungsmassen vorhanden. Ergebnisse von schweizweiten Untersuchungen legen den Schluss nahe, dass 50 % der 1955 bis 1980 erbauten Gebäude PCB-haltige Fugendichtungsmassen aufweisen. Es besteht die Gefahr, dass bei Bauarbeiten Handwerker, Nutzer, Anwohner und die Umweltmedien Boden und Luft belastet werden. Darum ist es notwendig, die vorhandenen PCB-haltigen Fugendichtungsmassen rechtzeitig und zuverlässig zu identifizieren, richtig zu beurteilen, bei Bedarf nach dem Stand der Technik – ohne Gesundheits- und Umweltgefährdung – zu sanieren und die PCB-haltigen Sonderabfälle über den rechtskonformen Entsorgungsweg der Hochtemperaturverbrennung zuzuführen.
Autor(en)
U. K. Wagner, U. Schneider
Contentpartner
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft
Publikation
DepoTech (2004) (September 2004)
Verkaufspreis
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