Die Bewertung einer Kohlenwasserstoffkontamination an einem Industriestandort
Im Zuge einer Betriebsauflassung mit Grundstücksübergabe wurden der Untergrund unter einer befestigten Oberfläche untersucht und dabei erhebliche KW- und Metallbelastungen festgestellt.
Um den Standort bezüglich weiterer Maßnahmen bewerten zu können wurden von 21 Rammkernbohrungen 49 Bodenproben entnommen. Der Kohlenwasserstoffgehalt wurde im Feststoff und wässrigen Eluat nach der IR-spektrometrischen und der GC-FIDMethode untersucht. Daten zum Grundwasser wurden im kommunalen Archiv erhoben. Der größtenteils sandig kiesige Untergrund wies meist bis 0,5 m unter GOK erhebliche Belastungen durch längerkettige, nicht riechende, schlecht eluierbare Kohlenwasserstoffe auf, wodurch bei 9 Bohrungen der Massnahmenschwellenwert nach ÖNORM S 2088-2 überschritten wurde. Der Flurabstand des Grundwassers beträgt etwa 12 m. Da die Kontamination sehr immobil wird und der Abstand zum Grundwasser hoch ist, wird durch eine durchgehende Versiegelung der Oberfläche das Grundwasser ausreichend geschützt. Diese Sicherungsmaßnahme erlaubt die weitere gewerblich/industrielle Nutzung der Liegenschaft.
Autor(en)
M. Poell, F. Wurst
Contentpartner
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft
Publikation
DepoTech (2004) (September 2004)
Verkaufspreis
€ 5,00 oder im Premium-Abonnement enthalten