Charakterisierung des Schwefels in Müllschlacke

Feste Rückstandsprodukte von Müllverbrennungsanlagen enthalten immer auch Schwefelverbindungen, deren Art und Menge einerseits von den Eigenschaften der thermisch behandelten Abfälle, andererseits von den Betriebsbedingungen der MVA abhängen.

Die Spezifizierung des Schwefels in den festen Verbrennungsrückständen könnte daher beispielsweise Hinweise auf die Qualität des Verbrennungsprozesses geben. Daneben ist sie auch von Bedeutung für das langfristige Deponieverhalten der MVA-Schlacken, da z.B. Sulfide, welche sich in den Schlacken infolge einer unvollständigen Oxidation der Abfälle im Ofen finden können, in der Deponie bei Etablierung aerober Verhältnisse unter Bildung von Schwefelsäure mikrobiologisch oxidiert werden können. Aus den genannten Gründen wurde eine Methode entwickelt, mit der man nicht nur den gesamten Schwefelgehalt, sondern auch die Spezifizierung des Schwefels in der Schlacke zuverlässig bestimmen kann. Durch eine Kombination bekannter Analyseroutinen mit Untersuchungen in einem CS-Analyzer konnte die Aussagekraft der Schwefelanalytik von Schlacken deutlich gesteigert werden.
Autor(en)
C. Müller, Prof. Dr. Hasan Belevi
Contentpartner
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft
Publikation
DepoTech (2004) (September 2004)
Verkaufspreis
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