Nach den EuGH-Urteilen: Die Unanwendbarkeit der deutschen Pfandvorschriften und deren Folgen

Mit seinen beiden Urteilen vom 14. Dezember 20041 hat der Europäische Gerichtshof wesentliche Fragen der gemeinschaftsrechtlichen Zulässigkeit der deutschen Pfandvorschriften für den Getränkevertrieb in Einweg-Behältnissen geklärt.

Die Hoffnung, dass zumindest die Urteile des höchsten europäischen Gerichts endlich Rechtssicherheit herstellen, hat sich bisher als unberechtigt erwiesen. In öffentlichen Erklärungen von Politik und Verwaltung einerseits und betroffener Wirtschaft andererseits werden die Fragen, ob und in welchem Umfang die Pfandvorschriften von den Herstellern und Vertreibern der betroffenen Verpackungen weiterhin zu beachten sind und ob sie von den zuständigen Behörden auch künftig noch (durch Erlass von Bußgeldbescheiden und/oder behördliche Untersagung pfandfreien Vertriebs) vollzogen werden dürfen, unterschiedlich beurteilt. Dies ist Anlass, den Inhalt und die Auswirkungen der EuGH-Urteile zu untersuchen.
Autor(en)
Prof. Dr. Clemens Weidemann
Contentpartner
© Lexxion Verlagsgesellschaft mbH
Publikation
AbfallR 01 / 2005 (Februar 2005)
Verkaufspreis
€ 32,00