Elektrokinetische in-situ Sanierung in der ungesättigten Zone

Die elektrokinetische Sanierung in der ungesättigten Bodenzone wurde am Standort eines Metallveredelungsbetriebes in Oberbayern untersucht. 

Die Kontamination umfasst Chrom, Kupfer, Nickel und Zink mit bis zu 1.500, 1.100, 1.300 und 340 mg · kg–1. Die Anwendung in der ungesättigten Zone erfordert die Kammerung der Elektroden mittels wasserundurchlässiger Ionenaustauschmembranen sowie den Einsatz eines Be- und Entwässerungssystems. Anhand eines Laborversuchs erfolgte die Planung und Skalierung einer Pilotanlage. Der Laborversuch wurde mit 90 V (DC), einer effektiven Feldstärke von 3 V cm–1 und einer Stromdichte von ca. 0,5 mA cm–2 durchgeführt. Eine Prozessüberwachung erfolgte über Temperatur-, Feuchte- und Potenzialmessungen sowie die Schadstoffanalyse in den Elektrolyten. Der Austrag des anionischen Chroms in den Anolyten war nach 3.000 Versuchsstunden nahezu vollständig beendet. Dies lässt auf die Entfernung des mobilen Chrom VI aus dem Boden schließen. Die Effizienz der Sanierung zeigte sich durch eine Schadstoffentfrachtung von bis zu 71 % Chrom, 55 % Kupfer, 72 % Nickel und 29 % Zink.
Autor(en)
S. Wieczorek, Dr. Harald Weigand
Contentpartner
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft
Publikation
DepoTech (2004) (September 2004)
Verkaufspreis
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