MBA Frohnleiten – Erfahrungen des ersten Betriebsjahres
In Frohnleiten wurde im Jahre 2003 auf dem Gelände der gemeindeeigenen Deponie eine mechanisch – biologische Abfallbehandlungsanlage errichtet.
Mit einer Inputkapazität von 65.000 Mg/a für die Intensivrotte stellt sie die MBA mit der größten biologischen Behandlungskapazität in Österreich dar. Es ist die einzige MBA in Österreich, die einer Umweltverträglichkeitsprüfung unterzogen wurde. Die Intensivrotte wird in 13 geschlossenen, zwangsbelüfteten Rottetunneln mit einer Aufenthaltszeit von vier Wochen durchgeführt. Die Nachrotte in Form einer offenen Dreiecksmiete findet auf der Deponiefläche statt. Durch ein Paket an Maßnahmen wurde die Einhaltung sehr strenger Lärmimmissionswerte erreicht. Für den Transport der Abfälle von Graz nach Frohnleiten wurden spezielle Transportfahrzeuge angeschafft, um das Transportgewicht optimieren zu können. Die Anlage ist für die Mitverarbeitung von Klärschlämmen ausgelegt, in den ersten Betriebsmonaten haben sich jedoch die Grenzen der Mitbehandlung von Klärschlamm gezeigt. Die Optimierung der Abluftbehandlung stellte bislang die größte Herausforderung für die Anlagenerrichter und den Betreiber dar. Der Rotteverlauf ist sehr zufriedenstellend, alle bislang ermittelten Werte der Atmungsaktivität am Ende der Intensivrotte lagen unter den Grenzwerten.
Autor(en)
DI Karl Harather
Contentpartner
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft
Publikation
DepoTech (2004) (September 2004)
Verkaufspreis
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