Für eine ressourcenschonende Produkt- und Abfallpolitik

Wie Normen und Standards den Green Deal der EU praktikabel machen Mit der Mitteilung „Der europäische grüne Deal“ hat die Europäische Kommission den Rahmen für die Politik der Legislaturperiode von 2019 bis 2024 unter Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen gesetzt, deren Ziel es vor allem sein soll, Klimaneutralität bis zum Jahr 2050 zu erreichen. Dementsprechend werden vor allem klimapolitische Ziele gesetzt. Dabei geht es um das Europäische Klimagesetz, das 2021 verabschiedet wurde, die Festlegung von CO2-Reduktionszielen von 55 % bis 2030 und 90 % bis 2040 sowie die Reform des EU-Emissionshandelssystems ETS und das sog. „Verbrenneraus“, also die Verpflichtung der Automobilindustrie, ab 2035 nur noch emissionsfreie Fahrzeuge in den Verkehr zu bringen, aber auch um Landnutzung und Agrarpolitik sowie Kreislaufwirtschaft als Ressourcenpolitik.

Die Bedeutung der „Circular Economy" als Teil des Green Deals for Europe hebt die Kommission im EU-Aktionsplan für die Kreislaufwirtschaft (Circular Economy Action Plan, CEAP) hervor, der den notwendigen Umbau von Wirtschaft und Gesellschaft in Europa mit dem Ziel beschreibt, eine weniger Ressourcen verbrauchende Wirtschaft zu erreichen, die zudem stärker auf schadstoffarme und aus Abfällen erzeugte Rohstoffe und Produkte zurückgreift. Der CEAP beruht auf den zwei Säulen Produktpolitik und Abfallpolitik: Bei letzterer greift die EU-Kommission in ihren Vorschlägen auf die bereits in Kraft befindlichen Richtlinien zur Abfallpolitik zurück und harmonisiert diese mit neuen Vorgaben zur Produktpolitik.
Autor(en)
Helge Wendenburg
Contentpartner
© Lexxion Verlagsgesellschaft mbH
Publikation
UWP 01 / 2026 (April 2026)
Verkaufspreis
€ 25,00