PFAS in Textilien: Grenzwerte, Nachweis und regulatorische Konsequenzen

Dänemark und Frankreich als Testfelder der kommenden europäischen uPFAS-Beschränkung?

Die Regulierung per- und polyfluorierter Alkylsubstanzen (PFAS) in Textilien ist durch nationale Vorstöße, den geplanten europäischen Gruppenansatz (uPFAS) und die rasche Weiterentwicklung analytischer Prüfmethoden geprägt. Der Beitrag untersucht die Wechselwirkungen zwischen chemischer Analytik und rechtlicher Umsetzung und zeigt, dass unbestimmte Rechtsbegriffe, uneinheitliche Grenzwertlogiken und methodisch bedingte Messunsicherheiten erhebliche Vollzugs- und Compliance-Risiken verursachen. Insbesondere die neue Prüfnorm EN 17681-1:2025 verschärft diese Problematik zusätzlich, da sie teilweise polymere PFAS miterfasst und dadurch die bestehenden Grenzwerte faktisch neu justiert. Der Beitrag plädiert für präzisere Legaldefinitionen, harmonisierte Prüf- und Bewertungsmaßstäbe sowie einen konsolidierten, vollzugstauglichen Regulierungsansatz, etwa auf Basis des Gesamtfluorgehalts.
Autor(en)
David Biskup, Julia Meggyes, Wolfgang Quednau
Contentpartner
© Lexxion Verlagsgesellschaft mbH
Publikation
StoffR 01 / 2026 (April 2026)
Verkaufspreis
€ 25,00