Konfliktfeld Biber: Auswirkungen auf Schlauchwehranlagen
Der Biber ist zurück - und stellt die Wasserwirtschaft vor neue Herausforderungen. Besonders Schlauchwehre geraten zunehmend in den Fokus, da die Tiere hier Schäden verursachen können. Der folgende Beitrag beleuchtet Ursachen, Risiken und mögliche Lösungsansätze.
In Mitteleuropa haben sich die Bestände des Bibers in den vergangenen Jahrzehnten durch intensive Schutzmaßnahmen stark erholt. Für die ökologische Vielfalt ist diese Entwicklung ein Erfolg - für viele wasserbauliche Infrastrukturen jedoch eine wachsende Herausforderung. Besonders betroffen sind Betreiber kleiner und mittlerer Wasserkraftanlagen und deren Peripherie. Oftmals nutzen die jungen Tiere den gestauten Bereich des Betriebsgrabens, um neue Habitate zu erschließen, oder sich deutlich kraftsparender fortbewegen zu können. Viele unterhaltungsverpflichtete Betreiber dieser wasserbaulichen Anlagen kommen seither immer öfter in einen Konflikt zwischen der Einhaltung ihrer behördlich angeordneten Pflichten und der Einhaltung des für die Bieber großzügig ausgelegten Naturschutzrechtes. Hat man die ersten Anzeichen für sich angesiedelte Tiere entdeckt, wächst diese Thematik von nun an linear zur ansteigenden Population der Nager.
Autor(en)
Ralf Zinn
Contentpartner
© Springer Vieweg
Publikation
WasserWirtschaft 06 / 2026 (Juni 2026)
Verkaufspreis
€ 10,00