Staustufen am Eisernen Tor: Schlüssel zur aquatischen Biodiversität im Donaueinzugsgebiet

Die beiden Staustufen am Eisernen Tor in der Unteren Donau sind die gravierendste Barriere im Donaueinzugsgebiet. Würde man sie ökologisch durchgängig gestalten, wären 880 km Fluss bis Gab?íkovo wieder passierbar und der Zugang zu Laich- und Lebensräumen für weit wandernde und gefährdete Fischarten wäre wiederhergestellt. Eine Machbarkeitsstudie bestätigt die technische Umsetzbarkeit von Lösungen für den Fischaufstieg und -abstieg und schafft die Grundlage für Investitionen und die weitere Umsetzung. Die Kosten liegen im Rahmen vergleichbarer Projekte.

Das Donaueinzugsgebiet (DEG) beherbergt über 100 Fischarten, darunter sechs Störarten (Acipenser spp., Bild 1) [1]. Diese charakteristischen Flaggschiffarten des DEG sind als „lebende Fossilien"bekannt und vom Aussterben bedroht. Zwei Störarten (Acipenser nudiventris und Acipenser sturio) sind bereits ausgestorben. Eine weitere bedrohte Art ist die Schwarzmeerforelle (Salmo labrax).
Autor(en)
Marq Redeker, Julia Gatzweiler
Contentpartner
© Springer Vieweg
Publikation
WasserWirtschaft 06 / 2026 (Juni 2026)
Verkaufspreis
€ 10,00