Die Entwicklung des vollautomatischen Reinigungsroboters für das Fischmonitoringsystem FishCam

Die Verwendung von Fischreusen war jahrzehntelang der Goldstandard zur Erfassung von Wanderbewegungen in Fischaufstiegsanlagen. Mit der Verfügbarkeit von hochauflösenden digitalen Kamerasystemen wurde die Basis für eine digitale Fischzählung und Monitoring gelegt. Durch Beobachtungsfenster in der Fischaufstiegsanlage können damit die wandernden Fische berührungslos und daher besonders fischschonend registriert werden. Auch kleine Individuen, welche in den meisten Reusen entkommen konnten, können damit erfasst werden. Im vorliegenden Beitrag werden die Anstrengungen zur Entwicklung eines Reinigungsroboters für ein hochautomatisches Fisch-Monitoringsystem im Forschungsgerinne an der neuen Fischaufstiegsanlage am Drau-Kraftwerk Feistritz-Ludmannsdorf beschrieben.

Die Forschungsstation am Drau-Kraftwerk Feistritz-Ludmannsdorf
 
Mit der Entwicklung des Fishmonitoringsystems FishCam zur Erfassung der Fischwanderung und der KI-Anwendung FishNet zur Auswertung der Daten durch die Gesellschaft für Kulturtechnik, Ökologie und Rechtsgutachten mbH, der Verbund Hydro Power GmbH und der Universität für Bodenkultur in Wien steht ein in weiten Teilen autonomes und wartungsarmes Fischmonitoringsystem zur Verfügung.
 
In der Fischaufstiegsanlage (FAA) des Drau-Kraftwerks Feistritz-Ludmannsdorf wurde eine Forschungsstation mit einer fix installierten Dauermonitoringanlage errichtet. Dort können unter anderem Langzeitstudien durchgeführt und die KI-Modelle durch die gewonnenen Daten noch weiter verfeinert werden. In Mader und Käfer [1] wird dieses System umfangreich beschrieben.
Autor(en)
Siegfried Jank, Sabine Käfer und Helmut Mader
Contentpartner
© Springer Vieweg
Publikation
WasserWirtschaft 06 / 2026 (Juni 2026)
Verkaufspreis
€ 10,00