Zur aktuellen Situation der Störarten in der Donau
Störe zählen zu der am stärksten bedrohten Fischgruppe der Welt. In der Donau führten Überfischung, Wilderei, Wanderhindernisse und Habitatverlust zu starken Bestandsrückgängen. Frühere Besatzmaßnahmen sowie Hybridisierung mit nicht heimischen Arten haben zudem zu einer Beeinträchtigung der genetischen Integrität der autochthonen Restpopulation geführt. Am Beispiel des letzten in der Oberen Donau vorkommenden Störes, dem Sterlet, werden historische und aktuelle Ursachen für Bestandsrückgang und Bedrohung sowie potenzielle Restaurations- und Schutzmaßnahmen vorgestellt.
Seit mehr als 200 Mio. Jahren bewohnen Störe bereits die nördliche Hemisphäre, weshalb sie zurecht als lebende Fossilien bezeichnet werden können. Sie gelten als die am stärksten bedrohte Fisch-Familie der Welt, da die meisten Populationen in den letzten Jahrhunderten aufgrund anthropogener Einflüsse, wie Überfischung, Errichtung von Wanderhindernissen und Zerstörung von Lebensräumen, zusammengebrochen sind.
Autor(en)
Thomas Friedrich, Lena Graf
Contentpartner
© Springer Vieweg
Publikation
WasserWirtschaft 06 / 2026 (Juni 2026)
Verkaufspreis
€ 10,00