Bewertung der Gesteinsfestigkeiten aus Bohrkern- und Logging-Analysen
Mit über 70 % der Stromproduktion durch Wasserkraft sind Stauanlagen in Georgien von zentraler Bedeutung. Die Enguri-Talsperre, eine der höchsten der Welt, spielt dabei eine Schlüsselrolle. Im DAMAST-Projekt wurden Bohrungen niedergebracht, um die geologischen Bedingungen zu untersuchen. Der Verlauf der Störungszone konnte durch die Untersuchungen stromabwärts ergänzt werden. Innerhalb gleicher Lithologien korrelieren RQD mit UCS-Messungen. Dabei sind RQD aus Kernen verlässlicher als aus Logs, da verschiedene Faktoren zu Abweichungen führen.
Wasserkraftwerke bilden mit über 70 % Anteil an der nationalen Stromproduktion die wichtigste Säule der georgischen Energieversorgung [1]. Die langfristige Betriebssicherheit dieser kritischen Infrastrukturen von hoher nationaler Bedeutung hängt unmittelbar von der strukturellen Stabilität der Absperrbauwerke ab. Für eine fundierte Beurteilung der Standsicherheit von Staumauern, Dämmen aber auch Druckstollen, Umleittunneln und Kraftwerken sind neben verlässlichen Daten zur baulichen Infrastruktur insbesondere detaillierte Kenntnisse der geologischen Verhältnisse des Untergrunds erforderlich. Darüber hinaus müssen potenzielle Veränderungen dessen vor allem in Bezug auf hydraulische und felsmechanische Eigenschaften infolge zyklischer Schwankungen des Staupegels erkannt und berücksichtigt werden.
Autor(en)
Thomas Niederhuber, Birgit I. R. Müller, Thomas K. Röckel, Carolin T. E. Reichert, Frank R. Schilling
Contentpartner
© Springer Vieweg
Publikation
WasserWirtschaft 05 / 2026 (April 2026)
Verkaufspreis
€ 10,00