Untersuchungen an einer Hochwasserentlastungsanlage

Hochwasserentlastungsanlagen sind komplexe, sicherheitsrelevante Bauwerke, für die keine Prototypen im Originalmaßstab gebaut werden können. Physikalische Modelle sind daher wichtig für Planung und Optimierung solcher Anlagen. Mit zunehmender Rechenleistung setzen sich numerische Modelle immer mehr durch. Im Rahmen dieser Forschungsarbeit wurden beide Modelltypen vergleichend untersucht. Die Ergebnisse zeigten eine gute Übereinstimmung und betonen die Chancen der Hybridmodellierung, wobei die Modellergebnisse immer kritisch betrachtet werden müssen.

Hochwasserentlastungsanlagen, wie sie bei Talsperren unterschiedlicher Bauart zum Einsatz kommen, sind sicherheitsrelevante Spezialbauwerke. Ihr sicherer Betrieb und ihre Leistungsfähigkeit sind kritisch für die Sicherheit von Talsperren. Diese Anlagen können jedoch nicht ohne weiteres Funktionstests unterzogen werden. Zur genaueren Untersuchung der Leistungsfähigkeit und Sicherheit von wasserbaulichen Anlagen werden daher in der Regel physikalische Modelle eingesetzt. Die computergestützte Modellierung (CFDModelle) hat sich in den letzten Jahren, insbesondere vor dem Hintergrund der zunehmend verfügbaren Rechenkapazitäten, etabliert.
Autor(en)
Mareike Zurmühl
Contentpartner
© Springer Vieweg
Publikation
WasserWirtschaft 04 / 2026 (April 2026)
Verkaufspreis
€ 10,00