Methodik zur Identifizierung von Querbauwerken für den Rückbau
Querbauwerke stellen insbesondere für Wanderfische eine Einschränkung dar. Mithilfe einer GIS-gestützten Auswertung wurden 180 000 Querbauwerke in deutschen Fließgewässern auf das ökologische Potenzial eines Rückbaus hin untersucht. Anschließend wurde für Querbauwerke mit der höchsten ökologischen Priorisierung je Bundesland die operative Machbarkeit eines Rückbaus eingeschätzt. Der Beitrag gibt einen Überblick darüber, welche Kriterien in die Untersuchung eingeflossen sind und zu welchen Ergebnissen die Analyse kam.
Die Fragmentierung durch künstliche Querbauwerke ist ein wesentlicher Faktor für den unbefriedigenden Zustand der deutschen Fließgewässer gemäß Bewertung nach EG-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL). Sowohl in der EU-Biodiversitätsstrategie für 2030 als auch im EU-Gesetz zur Wiederherstellung der Natur wurde vereinbart, insbesondere nicht mehr benötigte Querbauwerke wo immer möglich zurückzubauen und bis 2030 europaweit mindestens 25 000 km freifließende Flussstrecken hinzuzugewinnen.
Autor(en)
Pia Bünis, Rita Keuneke, Ulrich Schwarz, Rainer Bonn, Uwe Koenzen
Contentpartner
© Springer Vieweg
Publikation
WasserWirtschaft 04 / 2026 (April 2026)
Verkaufspreis
€ 10,00