Raumordnungspläne zwischen Planungsstabilität und Planungsflexibilität
Spatial planning exists within a tension between the necessary planning stability and sufficient planning flexibility to adapt in a timely manner to changing factual and legal circumstances. Spatial planning is intended to establish a reliable framework for spatial and urban development, landscape protection, and construction and commercial investments. In this respect, it is designed to ensure stability. However, the urgent need for the implementation and acceleration of plans and measures for infrastructure, for facilities to expand renewable energies, and for climate adaptation measures necessitates a high degree of flexibility in spatial planning.
Für zahlreiche Planungsvorhaben, insbesondere für Infrastrukturvorhaben, für Anlagen zur Nutzung regenerativer Energien und für Vorhaben zur Klimaanpassung, besteht aktuell ein sehr hohes Realisierungs- und Beschleunigungsinteresse. Dementsprechend diente auch schon die Novelle des ROG 2023 vor allem der Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren durch weitere Digitalisierung der Beteiligungsverfahren, durch eine Beschränkung der Beteiligung bei Änderungen von Planentwürfen, durch Verzicht auf eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) bei der Raumverträglichkeitsprüfung (RVP), durch Einführung einer Soll-Pflicht zur Zulassung von Abweichungen von Zielen der Raumordnung und durch ergänzende Planerhaltungsregelungen.2 Für Bundesfernstraßen, Bundeswasserstraßen und Schienenwege des Bundes sowie für Pumpspeicherkraftwerke soll nach dem Entwurf eines Infrastruktur-Zukunftsgesetzes mit Stand vom
11.2.2026 grundsätzlich keine RVP mehr durchgeführt werden.
Autor(en)
Prof. Dr. Martin Beckmann
Contentpartner
© Lexxion Verlagsgesellschaft mbH
Publikation
EurUp 02 / 2026 (Juni 2026)
Verkaufspreis
€ 32,00