Integration des BEAM-Datensatzes in die risikobasierte Starkregenbewertung
Die Arbeit stellt ein Verfahren zur Erstellung von Starkregenrisikokarten auf Basis des Schadenserwartungswertes (SEW) unter Nutzung des BEAM-Datensatzes vor. Durch die Kombination standardisierter Vermögenswerte mit hydrodynamischen Überflutungssimulationen und nutzungsspezifischen Schädigungsfunktionen der LAWA wird eine ökonomisch fundierte, flächenbezogene Risikobewertung ermöglicht. Die Methodik wird am Beispiel des Einzugsgebiets der Alche in Nordrhein-Westfalen demonstriert. Der Ansatz erlaubt die Erstellung räumlich differenzierter Starkregenrisikokarten. Die Methode eignet sich insbesondere für strategische Analysen und Kosten-Nutzen-Bewertungen im kommunalen Starkregenrisikomanagement.
Das Hochwasser- bzw. das Starkregenrisiko wird allgemein als das Produkt aus der Eintrittswahrscheinlichkeit eines Ereignisses und den daraus resultierenden Schäden definiert [1]. Sofern im Rahmen einer Risikobetrachtung ausschließlich materielle (tangible) Schäden berücksichtigt werden sollen, kann das Risiko durch den sogenannten Schadenserwartungswert (SEW) quantifiziert werden. Der SEW integriert dabei die Schäden über alle betrachteten Jährlichkeiten und gewichtet die jeweiligen Schadenshöhen entsprechend ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit. Auf diese Weise ergibt sich ein Indikator für das Risikoniveau eines Standorts in der Einheit [€/Jahr]. Dieser Indikator kann als Grundlage für ökonomische Bewertungen und Priorisierungen von Schutzmaßnahmen dienen.
Autor(en)
Christoph Mudersbach, Felix Simon, Dana Mansouri, Alexander Rathmer
Contentpartner
© Springer Vieweg
Publikation
WasserWirtschaft 01 / 2026 (Januar 2026)
Verkaufspreis
€ 3,00