Klassifizierung von Massenschüttgütern an der Brückenwaage mittels KI

Die objektive Erkennung von Störstoffen und Übergrößen ist entscheidend für Genehmigungssicherheit, effiziente Abläufe und eine transparente Abrechnung. Bisherige Bewertungen basierten häufig auf Erfahrungswerten und waren nur eingeschränkt reproduzierbar. Ein KI-gestützter Prozess ermöglicht eine automatisierte Ladungserkennung mittels hochauflösender Kamera- und Messtechnik direkt bei der Verwiegung. Die Analyseergebnisse werden digital dokumentiert, mit Lieferdaten abgeglichen und in bestehende Abrechnungsprozesse integriert. Kunden profitieren von transparenter, nachvollziehbarer Dokumentation. Als Betreiber profitieren wir von zusätzlichen Einsatzmöglichkeiten der KI zur Überwachung von Produktionsprozessen, Sicherstellung der Produktqualität und zum Schutz vor Anlagenschäden. Das System befindet sich aktuell in der Lernphase, der Projektabschluss ist für die zweite Hälfte 2027 geplant.

Die Kenntnis über Art und Anteil von Störstoffen sowie das Vorhandensein von Übergrößen ist entscheidend für die Einhaltung genehmigungsrechtlicher Vorgaben, die Auswahl geeigneter Behandlungsverfahren und eine verursachergerechte Abrechnung. Bisherige Verfahren basierten überwiegend auf visueller Einschätzung, Schulungen und manueller Dokumentation. Diese Vorgehensweise ist personalabhängig, arbeitsintensiv und führt zu schwankender Qualität der Ergebnisse.
 
Ziel des Projekts ist die Erzeugung verwertbarer, reproduzierbarer und transparenter Klassifizierungsergebnisse auf Basis objektiver Messdaten.
Autor(en)
Markus Lowack
Contentpartner
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH
Publikation
37. Abfall- und Ressourcenforum (2026) (April 2026)
Verkaufspreis
€ 5,00 oder im Premium-Abonnement enthalten