Entstehung, Behandlung und Entsorgung von PFAS-haltigen Abfällen

Dieser Beitrag möchte einen Überblick über die Möglichkeiten der Verwertung und Beseitigung, gesicherten Verwahrung und Sanierung von PFAS-verunreinigten Böden geben. Für die Beseitigung auf Deponien bieten Monobereiche für PFAS-verunreinigte Böden große Vorteile gegenüber der Ablagerung auf Mischdeponien. Aufgezeigt werden auch Bodenbehandlungsverfahren (thermische Behandlung, Bodenwäsche, Immobilisierung). Als Alternative zu einer Deponierung bieten das Bundesbodenschutzgesetz/-verordnung Möglichkeiten für Sicherungs- und Verwahrungsverfahren vor Ort oder an einer vergleichbar belasteten Stelle. Möglichkeiten der Untertageverwertung von PFAS-verunreinigten Böden als Versatzmaterial werden am Beispiel eines Salzbergwerkes aufgezeigt. Eine umfangreichere Zusammenfassung findet sich im altlasten spektrum 04.2025. Mit freundlicher Genehmigung des Erich Schmidt Verlags.

Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS, ältere Synonyme: PFT für Tenside oder PFC für Chemikalien) stellen ein großes Problem für alle Umweltkompartimente wie Wasser, Boden, Pflanzen und Lebewesen dar. Aufgrund ihrer äußerst stabilen Kohlenstoff-Fluor-Verbindung werden sie in der Umwelt so gut wie nicht abgebaut, sondern reichern sich dort an. „Gekommen um zu bleiben" oder „Ewigkeitschemikalien" sind die plakativen Überschriften zur Beschreibung dieses Phänomens. Eine weitere Anreicherung von PFAS in der Umwelt muss schnellstmöglich unterbunden werden [1]. PFAS werden mit dem Oberflächenwasser und über die Luft transportiert, deshalb findet man sie selbst in den entlegensten Gebieten dieser Erde. Obwohl nicht akut toxisch, haben sie ein großes gesundheitsgefährdendes Potenzial: Sie gelten unter anderem als reproduktionstoxisch, ökotoxisch, reizend und karzinogen.
Autor(en)
Thomas Egloffstein
Contentpartner
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH
Publikation
37. Abfall- und Ressourcenforum (2026) (April 2026)
Verkaufspreis
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