Effektiver Brandschutz (stoffspezifischer) Abfallbehandlungsanlagen – Ursachenbilder, Risikodynamiken und präventionsorientierte Handlungsoptionen

Brandereignisse in Abfallbehandlungsanlagen haben in den vergangenen Jahren sowohl in ihrer Häufigkeit als auch in ihrer Schadensintensität signifikant zugenommen. Diese Entwicklung stellt Entsorgungsunternehmen, Aufsichtsbehörden, Kommunen, Versicherer und politische Entscheidungsträger vor substanzielle Herausforderungen.

Neben gravierenden Umwelteinwirkungen und hohen Sachschäden führen Brandereignisse zunehmend zu Betriebsunterbrechungen und zu einer erschwerten Versicherbarkeit entsprechender Anlagen. Die Ursachen hierfür sind vielfältig, weisen jedoch eine klare Tendenz zur strukturellen Verschärfung auf: Die Heterogenität der Stoffströme steigt kontinuierlich, insbesondere durch die Zunahme brandgefährlicher Störstoffe, wie lithiumhaltiger Batterien und Akkumulatoren, deren Fehlwürfe sich zunehmend in nahezu allen Entsorgungsfraktionen nachweisen lassen. Deren anlagenspezifische Prozessrisiken kumulieren vor allem in frühen Behandlungsstufen, in denen mechanische Belastungen, hohe Umschlagsmengen und begrenzte Früherkennungsmöglichkeiten zusammentreffen und so ein erhöhtes Brandentstehungsrisiko erzeugen.

Vor diesem Hintergrund wurde ein interdisziplinäres Konsortium aus der INFA GmbH, der u+i GmbH und der Prognos AG beauftragt, eine umfassende, wissenschaftlich fundierte Brandschutzstudie zu erarbeiten. Auftraggeber sind die Verbände ASA e. V., BDE e. V., bvse e. V., VKU e. V., VDM e. V. sowie die BDSV e. V., in deren Namen der vorliegende Beitrag verfasst wurde.
Autor(en)
Katrin Büscher
Contentpartner
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH
Publikation
37. Abfall- und Ressourcenforum (2026) (April 2026)
Verkaufspreis
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