Kreislaufwirtschaft als Schlüssel zur Defossilisierung der chemischen Industrie

Die chemisch-pharmazeutische Industrie steht vor einem tiefgreifenden Umbruch, der weit über klassische Effizienzsteigerungen hinausgeht. Die Branche stellt ihre Energiequellen zunehmend auf erneuerbare Quellen um und defossilisiert zugleich ihre Rohstoffbasis. Ein elementarer Baustein der Transformation liegt in der Kreislaufwirtschaft, die maßgeblich dazu beiträgt, Treibhausgasneutralität und eine nachhaltige Rohstoffversorgung zu erreichen. Dabei ist das Ineinandergreifen beispielsweise von Abfallsortierung und -aufbereitung, Produktdesign, Produktionsprozess und Produktanwendung von immenser Bedeutung. Ebenso relevant sind die technologischen Fortschritte beim Recycling, die es ermöglichen, immer mehr Rohstoffe im Kreis zu führen und den Einsatz fossiler Ressourcen zu reduzieren.

Lediglich auf die eigenen Transformationspfade abzustellen, greift allerdings zu kurz. Vielmehr ermöglicht die chemisch-pharmazeutische Industrie durch innovative Materialien leichtere, langlebigere und energieeffizientere Produkte, die in ihrer Anwendung in ganz unterschiedlichen Folgebranchen entscheidende Beiträge zum Klimaschutz leisten – vom Bauwesen über Mobilität bis zur Medizintechnik. Diesen Produktvorteilen wird immer mehr Bedeutung beigemessen.
Autor(en)
Matthias Belitz
Contentpartner
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH
Publikation
37. Abfall- und Ressourcenforum (2026) (April 2026)
Verkaufspreis
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