Einsatz eines adaptiven Kennfeldreglers auf kommunalen Kläranlagen
Steigende Energiekosten veranlassen immer mehr Betreiber von Abwasseranlagen, energetische Optimierungen vorzunehmen. Durch den Einsatz von neuen Reglern lässt sich die Betriebsführung sowohl gleichzeitig hinsichtlich Ablaufqualität und Energiebedarf als auch gezielt auf eine der beiden Zielgrößen verbessern. Der Vergleich eines neu entwickelten adaptiven Kennfeldreglers (AMC) mit einem klassischen PI-Regler macht dies deutlich.
Mit der Veröffentlichung der UWWTD (auch EU-KARL) am 12. Dezember 2024 werden die Anforderungen an die Reinigungsleistung europäischer Kläranlagen steigen. Mit der Verschärfung der Stickstoff- und Phosphorelimination und gleichzeitiger Einführung neuer Verfahrenstechniken, wie der Spurenstoffelimination, wird sich unweigerlich der Energiebedarf der Anlagen erhöhen. Gleichzeitig sieht die EU-KARL vor, eine landesweite Energieneutralität der Abwasseranlagen bis 2045 zu erreichen. In dieser Situation ist es umso wichtiger, Verbesserung der Ablaufqualität und Energieeinsparung gemeinsam zu denken. Parallel zu den beschriebenen legislativen Änderungen verzeichnet die Abwasserbranche einen steigenden Fachkräftemangel, der nur durch Automatisierungslösungen abgefedert werden kann.
Autor(en)
Prof. Dr.-Ing. Kai Michels, Dipl.-Ing. Tim Hogeback
Contentpartner
© Springer Vieweg
Publikation
Wasser und Abfall 09 / 2025 (Oktober 2025)
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