Neuzeitliche Deiche und Küstenschutz
Der Schutz vor Sturmfluten ist eine Daueraufgabe für den Küstenschutz, bei dem verschiedene Elemente eingesetzt werden. Ein kurzer Überblick wird gegeben.
Die „Julianenflut“ am Jadebusen hat am 17. Februar 1164 große Schäden im Elbegebiet verursacht. Bei der Flutkatastophe sind circa 20.000 Menschen gestorben. Bei einer Flut im Elbegebiet sind im Jahr 1219 am 16. Januar circa 36.000 Tote zu beklagen gewesen. In Schleswig-Holstein, in Friesland und in Holland sind etwa 100.000 Tote bei einer Sturmflut im Jahr 1228 ums Leben gekommen. Nach einer Sturmflut im Jahr 1362 verwüstete am 11. und 12. Oktober 1634 eine weitere starke Sturmflut die Nordseeküste, wobei viele Küstenbewohner ertranken. In Hamburg gab es in der Nacht vom 16. auf den 17. Februar 1962 die schlimmste Sturmflut der Stadtgeschichte. Nach dem Bruch zahlreicher Deiche wurde dabei rund ein Sechstel der Hansestadt überschwemmt. Viele Menschen sind vom Flutwasser im Schlaf überrascht worden, wobei 315 Menschen im Stadtgebiet von Hamburg starben.
Autor(en)
Jürgen Vogel
Contentpartner
© Springer Vieweg
Publikation
Wasser und Abfall 04 / 2025 (April 2025)
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