Intensivierung natürlicher Prozesse zur Elimination von organischen und anorganischen Spurenstoffen in modifizierten Bodenfiltern

Vor dem Hintergrund der novellierten Kommunalabwasserrichtlinie rückt die Elimination von Spuren stoffen vermehrt in den Fokus. Naturnahe Systeme können in diesem Zusammenhang insbesondere für kleinere Kläranlagen sowie für die Niederschlagswasser- und die Mischwasserbehandlung eine adäquate Technologie darstellen.

Der Begriff der Ökosystemleistungen umfasst eine Vielzahl von Beiträgen, die Ökosysteme zum menschlichen Wohlergehen leisten, wobei die anthropozentrische Perspektive entscheidend ist, was den Begriff von Ökosystemfunktionen abgrenzt. Diese Beiträge können sowohl direkte als auch indirekte Auswirkungen auf verschiedene Lebensbereiche haben. In Bezug auf den Wasserkreislauf umfassen diese „Dienstleistungen“ der Natur allgemein die Regulation des Wassers in Quantität und Qualität. Zu den relevanten Prozessen zählen beispielsweise die Reinigung von Wasser und Abwasser, die Regulierung von Nährstoffkreisläufen, die Klimaregulation durch Verdunstung und Wasserspeicherung sowie die Grundwasseranreicherung. Es handelt sich um relativ unspezifische langsame Prozesse, die aber durch menschliches Eingreifen optimiert werden können. Im Bereich der Abwasserbehandlung werden dabei naturnahe Behandlungsverfahren wie Pflanzenkläranlagen (PKA) oder Retentionsbodenfilter (RBF) eingesetzt.

Autor(en)
Luca Marco Ofiera, Christian Kazner
Contentpartner
© Springer Vieweg
Publikation
Wasser und Abfall 04 / 2025 (April 2025)
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