„Steter Tropfen …“ - Festigkeitsverluste bei Bruchstein-Staumauern?
Bei der Vertieften Überprüfung (VÜ) der Talsperre (TS) Lehnmühle in Sachsen um 2013 wurden problematische Ergebnisse aus den 1970er- und 2000er- Jahren hinterfragt. Damals wurden geringe Rohdichten und Druckfestigkeiten des Mörtels festgestellt und Zusammenhänge mit dem kalklösenden Sickerwasser erörtert.
Das Sickerwasser von Talsperren weist oft einen höheren Anteil an Natrium, Magnesium und Calcium auf als das Wasser im Stausee. Weiterhin zeigt der pH-Wert des Sickerwassers häufig eine basische Reaktion. Weist das auf eine Elution (Auslösung, Auswaschung) der Bindemittel und damit auf eine Verminderung der Mörtel- bzw. Betonfestigkeit hin? Ist damit die Standsicherheit der Mauer gefährdet? An der Talsperre Lehnmühle wurden entsprechende Untersuchungen an der fast 100 Jahre alten Staumauer durchgeführt. Die anschließende wasserseitige Instandsetzung wurde darauf abgestimmt.
Autor(en)
Dr.-Ing. Diethelm Linse, Dipl.-Ing. Michael Humbsch, Dipl.-Ing. Carsten Cherubim
Contentpartner
© Springer Vieweg
Publikation
WasserWirtschaft 02-03 / 2025 (März 2025)
Verkaufspreis
€ 10,00