Bruch zonierter Schüttdämme: Abflussganglinien für Flutwellenberechnungen
Das Versagen von zonierten Erd- und Steinschüttdämmen mit zentralem vertikalem Kern wurde bisher weltweit nur in wenigen experimentellen Versuchen untersucht, darunter und. Diese Studien zeigten, dass nicht- kohäsive Zonen wie Stützkörper und Filter bei Überströmung aufgrund progressiver Erosion versagen, während die zentrale kohäsive Kernzone länger intakt bleibt, bis sie aufgrund mangelnder unterstromiger Abstützung durch den erodierten Stützkörper stückweise abbricht.
Das Versagen eines Dammes kann eine Flutwelle auslösen, die katastrophale Folgen für die flussabwärts gelegene bauliche Infrastruktur und Umwelt hat. Zonierte Erd- und Steinschüttdämme mit Kerndichtung können durch Überströmung erodieren und brechen. In der Vergangenheit haben zahlreiche Staudämme auf diese Weise versagt, darunter 2023 die Derna- und Abu-Mansour- Talsperren in Libyen mit mehr als Zehntausend Opfern. Hier wird ein neues Verfahren zur Abschätzung der Flutwellen beim Bruch von zonierten Dämmen vorgestellt, welches auf systematischen Modellversuchen beruht.
Autor(en)
Prof. Dr. Robert Boes, Dr. Matthew Halso, Dr. Frederic Evers, Dr. David F. Vetsch
Contentpartner
© Springer Vieweg
Publikation
WasserWirtschaft 02-03 / 2025 (März 2025)
Verkaufspreis
€ 10,00