Ein KI-unterstütztes Steuerungskonzept zur Nutzung des Herzberger Teiches als reguliertes Hochwasserrückhaltebecken

Hohe Niederschläge im Nordharz und im nördlichen Harzvorland verursachten im Juli 2017 ein Extremhochwasser, von dem die historische Altstadt von Goslar stark betroffen war. An zahlreichen Messtationen wurden bei diesem Ereignis Regenmengen von über 250 mm in 48 Stunden registriert. Das Hochwasser erreichte in dem 16,21 km2 großen Einzugsgebiet der Abzucht einen Spitzenabfluss von 36 m3/s.

Der Herzberger Teich, eine historische Stauanlage, die sich derzeit im Dauervollstau befindet, soll zukünftig als gesteuertes Rückhaltebecken genutzt werden, um Goslar besser vor Hochwasser zu schützen. Ein an der TU Clausthal entwickeltes KI-basiertes Warnsystem (KIHWA) bildet die Voraussetzung für das rechtzeitige Absenken des Teichwasserspiegels. In einer baulichen Machbarkeitsstudie konnte die Eignung des Herzberger Teiches für die neue Nutzung bestätigt werden. Das Konzept könnte auch auf andere kleine Stauanlagen übertragen werden.
Autor(en)
Andreas Lange
Contentpartner
© Springer Vieweg
Publikation
WasserWirtschaft 02-03 / 2025 (März 2025)
Verkaufspreis
€ 10,00