Die Pilotanlage des Elektro-Seilrechens als hybride Fischschutz- und Fischleitleiteinrichtung an einem Ausleitungskraftwerk in Bayern
An einem Ausleitungskraftwerk in Bayern wurde im Jahr 2020 die erste Pilotanlage des Elektro- Seilrechens (Flexible FishProtector) als hybride Fischschutz- und Fischleiteinrichtung errichtet.
Dieser Beitrag fasst das Konzept der Anlage, die Erfahrungen aus den ersten drei Betriebsjahren sowie erfolgte Funktionsüberprüfungen zusammen. Weiters werden Verbesserungspotenziale identifiziert und ein Ausblick über die aktuelle Forschung hinsichtlich dieser Problematiken gegeben.
An vielen Fließgewässern besteht erhebliches Konfliktpotenzial zwischen der energiewirtschaftlichen Nutzung auf der einen Seite und dem Erhalt beziehungsweise der Wiederherstellung eines guten ökologischen Zustands auf der anderen Seite. Die im Jahr 2000 eingeführte EG-Wasserrahmenrichtlinie schreibt vor, dass für natürliche Oberflächengewässer der gute ökologische Zustand zu erhalten ist oder wiederhergestellt werden soll. Dafür muss unter anderem die Durchgängigkeit der Fließgewässer, sowohl flussauf als auch flussab, gegeben sein. Während für die Problematik des Fischaufstieges in der Vergangenheit Lösungen erarbeitet wurden und allgemein anerkannte Regeln der Technik zur Verfügung stehen, gestaltet sich die Realisierung der schadlosen flussabwärts gerichteten Fischpassierbarkeit an Wasserkraftanlagen schwierig. Bisher sind effiziente und ökonomisch tragbare Fischschutzeinrichtungen für mittlere bis große Wasserkraftanlagen (QA > 50 m³/s) kaum verfügbar.
An vielen Fließgewässern besteht erhebliches Konfliktpotenzial zwischen der energiewirtschaftlichen Nutzung auf der einen Seite und dem Erhalt beziehungsweise der Wiederherstellung eines guten ökologischen Zustands auf der anderen Seite. Die im Jahr 2000 eingeführte EG-Wasserrahmenrichtlinie schreibt vor, dass für natürliche Oberflächengewässer der gute ökologische Zustand zu erhalten ist oder wiederhergestellt werden soll. Dafür muss unter anderem die Durchgängigkeit der Fließgewässer, sowohl flussauf als auch flussab, gegeben sein. Während für die Problematik des Fischaufstieges in der Vergangenheit Lösungen erarbeitet wurden und allgemein anerkannte Regeln der Technik zur Verfügung stehen, gestaltet sich die Realisierung der schadlosen flussabwärts gerichteten Fischpassierbarkeit an Wasserkraftanlagen schwierig. Bisher sind effiziente und ökonomisch tragbare Fischschutzeinrichtungen für mittlere bis große Wasserkraftanlagen (QA > 50 m³/s) kaum verfügbar.
Autor(en)
Dipl.-Ing. Dr.techn. Barbara Brinkmeier, Dipl.-Ing. Calvin Frees, Jonas Haug, Univ.-Prof. Dr.-Ing. habil. Markus Aufleger
Contentpartner
© Springer Vieweg
Publikation
WasserWirtschaft 09 / 2024 (September 2024)
Verkaufspreis
€ 10,00