Digitale Produktpässe als Instrumente zur Verbesserung des Umgangs mit Automobilteilen am Ende des Lebenszyklus - das Fallbeispiel Turbolader
Digitale Produktpässe (DPPs) haben als politische Instrumente zur Erhöhung der Transparenz entlang von Zulieferketten an Aufmerksamkeit gewonnen und könnten, je nach den enthaltenen Informationen, auch den Weg zu einer Kreislaufwirtschaft unterstützen.
Das Hauptaugenmerk lag bisher auf Batteriepässen, welche in der EU ab 2027 für Batterien von Elektrofahrzeugen (EVs), leichten Transportmitteln und industriellen Batterien mit einer Leistung von mindestens 2 Kilowattstunden, verpflichtend sind. Im Gegensatz dazu konzentriert sich diese Studie auf den Turbolader als ein einfacheres Automobilteil und legt den Schwerpunkt auf die End-of-Life (EoL) Phase als entscheidendes Element einer Kreislaufwirtschaft. In zwei ExpertInnen- Workshops wurde ermittelt, welche Informationen in DPPs für Turbolader aufgenommen werden könnten, um AkteurInnen zu unterstützen und EoL-Prozesse zu erleichtern. Die Ergebnisse umfassen eine Liste von Datenpunkten (wie z. B. Trennanweisungen), die für verschiedene EoL-AkteurInnen relevant sind, und eine detaillierte Beschreibung, welche Informationen in jedem Schritt des Aufarbeitungs- und Recyclingprozesses von Vorteil wären (z. B. typische Schäden für die Bewertung von ausgedienten Turboladern).
Autor(en)
Martin Popowicz, Antonia Pohlmann, Josef-Peter Schöggl, Univ.-Prof. Dr. mont. Rupert J. Baumgartner
Contentpartner
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft
Publikation
Recy & Depotech (2024) (Dezember 2024)
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