Chancen und Risiken bei der Verwertung von Tunnelausbruchmaterial

In den letzten Jahren sind in Österreich die umfangreichsten Tunnelbauvorhaben in Arbeit. Tunnelausbruchmaterial (TUA) ist Aushubmaterial zuzuordnen und somit als Abfall zu betrachten.

Auch deshalb macht Aushubmaterial mit rund 60% den größten Anteil aller Abfälle je Jahr in Österreichs aus. Das Ziel, Abfälle in den nächsten Jahren drastisch zu verringern, kann deshalb nur über die Steigerung der Verwertung von Bodenaushub und damit auch von TUA erreicht werden. Bei ungebundenen Verwertungen werden häufig große Mengen an TUA an einem Ort für eine Geländegestaltung eingebaut. Aus diesem Grund muss geprüft und sichergestellt werden, dass von dem TUA keine nachteiligen Wirkungen auf Schutzgüter (vorrangig Grundwasser) ausgehen. Beton wird im Tunnelbau vorrangig als mineralisches Stützmittel eingesetzt und ist folglich auch in TUA in meist untergeordneten Mengenanteilen enthalten. Anhand von Analysendaten mehrerer Tunnelbauvorhaben werden stoffliche Risiken vorgestellt und mögliche nachteilige Auswirkungen auf eine Verwertung diskutiert. Die Beispiele behandeln die Parameter pH-Wert, elektrische Leitfähigkeit, Chrom und Aluminium sowie Nitrat, Nitrit und Ammonium.
Autor(en)
Dr. Manfred Nahold
Contentpartner
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft
Publikation
Recy & Depotech (2024) (Dezember 2024)
Verkaufspreis
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