Recycling von metallurgischem Staub unter Anwendung von biologischer Laugung und Bioelektrochemische Metallrückgewinnung

Während der Stahlproduktion fallen große Mengen an Stahlwerksstäuben an, die wertvolle Metalle wie Zink (Zn) und Eisen (Fe) enthalten und ein erhebliches Recyclingpotenzial bieten. Innerhalb der EU sind 2019 etwa 52 Millionen Tonnen Stahlnebenprodukte angefallen, der größte Teil davon als Schlacke (Rieger et al., 2021).

Die Kombination aus biologischer Laugung und bioelektrischer Rückgewinnung bietet eine innovative Methode zur Gewinnung von Metallen als sekundäre Rohstoffe aus Stahlwerksstäuben. Erste Versuche in einem Reaktor ergaben, dass bei einer eingesetzten Staubkonzentration von 2,5% bis zu 80% des Zinks gelöst werden konnte. Durch das Ausfällen von Eisen aus der Laugungslösung im ersten Schritt kann die zinkreiche Lösung für die bioelektrochemische Metallrückgewinnung weiterverwendet werden, um Zink mit einer Effizienz von 99,8±0,1% an der Kathode abzuscheiden.

Autoren*innen: Rebeka Frueholz, Sabine Spiess, Christian Weiss, Johannes Schenk, Jan Eisenbacher-Lubensky, Dominik Wolmuth, Josephine Mueller & Marianne Haberbauer

Autor(en)
Rebeka Früholz, Sabine Spiess, Christian Weiss, Dr. Johannes Schenk, Jan Lubensky
Contentpartner
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft
Publikation
Recy & Depotech (2024) (Dezember 2024)
Verkaufspreis
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