Zementhaltige Suspensionen: Recyclen statt deponieren – aber wie?
Bei vielen geotechnischen Verfahren werden Zementsuspensionen eingesetzt, die auch systembedingt als Abfall anfallen. Diese werden üblicherweise deponiert, wenn eine direkte Verwendung als Nebenprodukt wie zum Beispiel als Verfüllmaterial nicht möglich ist.
Neue Herangehensweisen mit Zentrifugen und Kammerfilterpressen ermöglichen es durch Konditionierung des flüssigen Materials die Mengen deutlich zu reduzieren. Dieser verbleibende Rest kann dann als Schütt- bzw. Straßenbaumaterial oder Ersatzrohstoff in der Zementerzeugung eingesetzt werden. Die Herausforderungen, die sich dabei ergeben, liegen im Material selbst, das vorerst flüssig vorliegt. Dadurch wird die Logistik erschwert. Technisch stünde einer solchen Vorgehensweise nichts im Wege und positive Effekte könnten sowohl aus wirtschaftlicher als auch nachhaltiger Sicht erzielt werden. Die Umsetzung wird jedoch eine gemeinsame Anstrengung aller an einem Bauprojekt beteiligter Stakeholder - Bauherr, Planer, Zulieferfirmen, ausführende Firma und Abfallentsorger - erfordern.
Autor(en)
Peter Freitag, Thomas Kirchmaier, Dipl.-Ing.Dr.techn. Alexander Zöhrer
Contentpartner
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft
Publikation
Recy & Depotech (2024) (Dezember 2024)
Verkaufspreis
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