Einstufung von Abfällen als gefährlich – Allheilmittel für jeden Handlungsbedarf?
Die Einstufung von Abfällen als gefährlich ist eine wichtige rechtliche Weichenstellung bei der Bewirtschaftung von Abfällen, die eine Reihe von Rechtsfolgen nach sich zieht. Immer wieder ist die Einstufung, ob ein Abfall als gefährlich bzw. nicht gefährlich einzustufen ist, Gegenstand rechtlicher Diskussionen.
Zuletzt wurde z.B. im Jahr 2012 die Einstufung von Bodenmaterial als gefährlicher Abfall ausführlich und kontrovers diskutiert. Im Übrigen ist in der Behördenpraxis immer wieder festzustellen, dass die Versuchung wohl groß ist, praktische Probleme bei der Bewirtschaftung bestimmter Abfälle dadurch lösen zu wollen, dass die betreffenden Abfälle als gefährlich eingestuft werden. Solche Versuche sind aber nicht selten abfallrechtswidrig und im Übrigen auch in praktischer Hinsicht wenig überzeugend. Das soll im Folgenden – ausgehend von den abfallrechtlichen Regelungen über die Bewertung und Einstufung von Abfällen als gefährlich (II.) – anhand der Bespiele von mit Kühlschmierstoffen behafteten Metallspänen (III.) und Deponie-Sickerwasser (IV.) dargestellt werden.
Auto*in: Gregor Franßen und Judith Bongartz
Auto*in: Gregor Franßen und Judith Bongartz
Autor(en)
EMLE Gregor Alexander Franßen
Contentpartner
© Lexxion Verlagsgesellschaft mbH
Publikation
AbfallR 05 / 2018 (September 2018)
Verkaufspreis
€ 32,00