Ökobilanzielle Untersuchung von mineralischen Ersatzbaustoffen in Urbaner Grüner Infrastruktur

Elemente Grüner Infrastruktur sind ein effektives Werkzeug zur Steuerung des lokalen Klimas in urbanen Räumen. Gleichzeitig bieten mineralische Abfälle als größter Abfallstrom in Deutschland ein hohes Ressourcenpotential. Daher wird die Frage diskutiert, inwieweit die Substitution von Primärrohstoffen mit mineralischen Ersatzbaustoffen die Ökobilanz von Urbaner Grüner Infrastruktur beeinflusst.

Weit über einem Drittel (38 %) der weltweiten CO2-Emissionen lassen sich auf den Bau und die Nutzung von Gebäuden zurückführen. Der Energie- und Ressourcenbedarf im konventionellen Bausektor haben somit einen großen Einfluss auf den Klimawandel. Umso mehr birgt die Erforschung von alternativen Rohstoffen aus mineralischen Abfällen Lösungsmöglichkeiten für ein nachhaltigeres Bauen. Gleichzeitig werden nationale und internationale Konzepte für „grüne“ urbane Räume erarbeitet, die neben Lebensraum für Tiere und Pflanzen auch weitere gesellschaftlich relevante Ökosystemleistungen bereitstellen. Die vielfältigen natürlichen und technischen Elemente dieser Grünen Infrastruktur haben besonders in Städten einen positiven Einfluss auf den Luft- sowie Wasserhaushalt und damit auch auf das Klima. Als Umweltelemente in Urbaner Grüner Infrastruktur können u. a. Hecken, Fischtreppen oder Gründächer bezeichnet werden. Aber auch umfassende komplexe Ökosysteme, wie Auenwälder, Moore oder freifließende Flüsse, zählen dazu.
Autor(en)
Jonas Thiel
Contentpartner
© Springer Vieweg
Publikation
Wasser und Abfall 01 / 2024 (Januar 2024)
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