Dämme und Begleitflächen als Beitrag zum Biotopverbund

Im Kampf gegen die Biodiversitätskrise ist das gesamtgesellschaftliche Ziel von 15 % Biotopverbundfläche bis 2030 in Bayern nur erreichbar, wenn sich zunehmend weitere Ressorts, Kommunen und potenzielle Partner, wie Verbände, Stiftungen oder Unternehmen, engagieren. Die Stiftung Kulturlandschaft Günztal arbeitet seit über 20 Jahren am Biotopverbund im Günztal und setzt auf gute Zusammenarbeit in der Region. Die Möglichkeiten, einen Beitrag zum Biotopverbund zu leisten, sind vielfältig und jeder Beitrag zählt.

Spätestens seit dem Artenschutz-Volksbegehren „Rettet die Bienen“ ist die Dringlichkeit der Biodiversitätskrise in der gesellschaftlichen Mitte Bayerns angekommen. Infolge des Volksbegehrens und der politischen Reaktion darauf wurde 2019 das Bayerische Naturschutzgesetz novelliert, der Biotopverbund als gesellschaftliches Ziel im Art 19 BayNatSchG verankert und mit einer konkreten Zielmarke versehen: mind. 15 % der Offenlandfläche Bayerns soll bis zum Jahr 2030 für den Biotopverbund zur Verfügung stehen. Aktuell liegt der Anteil aller Offenlandflächen, die dem Biotopverbund zugeordnet werden können, wie z. B. ausgewiesene Schutzgebiete, geschützte kartierte Biotope, Ausgleichsflächen und Flächen, die mit Agrarumweltprogrammen bewirtschaftet werden, bei 10,4 %. Damit besteht aktuell noch eine sehr große Differenz, die in den nächsten Jahren durch Erweiterung der Biotopverbund-Flächen geschlossen werden soll. Das durch das Volksbegehren gesteckte gesamtgesellschaftliche Ziel von 15 % bis 2030 ist nur erreichbar, sofern sich neben den Geschäftsbereichen des StMUV und des StMELF zunehmend weitere Ressorts, Kommunen und potenzielle Partner wie Verbände, Stiftungen, Unternehmen oder Institutionen engagieren.
Autor(en)
Dipl.-Ing. Peter Guggenberger-Waibel, Julia Sing
Contentpartner
© Springer Vieweg
Publikation
WasserWirtschaft 02-03 / 2024 (März 2024)
Verkaufspreis
€ 10,00