Stand der Chemikaliengesetzgebung in Lateinamerika
Auch wenn derzeit kein Land in Lateinamerika eine umfassende Regelung für den Umgang mit Industriechemikalien umgesetzt hat, wurden in der jüngsten Vergangenheit diesbezüglich verschiedene Initiativen gestartet. Diese Initiativen durchlaufen derzeit interne Gesetzgebungsverfahren, die häufig von den politischen Veränderungen und der Instabilität in der Region beeinflusst werden.
In den letzten 30 Jahren haben eine Reihe lateinamerikanischer Länder ihre Bemühungen verstärkt, nationale Gesetzgebungen zu entwickeln, um den Umgang mit chemischen Substanzen in ihren Hoheitsgebieten zu regeln. Typischerweise stehen diese Maßnahmen im Zusammenhang mit der Sicherstellung der Einhaltung internationaler Abkommen und Verträge, wie z. B. die UN-Konventionen Rotterdam, Stockholm, Basel und Minamata, oder werden im Rahmen der OECD- Mitgliedschaft oder des Beitrittsprozesses entwickelt. Darüber hinaus wird das „Globally Harmonized System“ (GHS) der Vereinten Nationen in den verschiedenen Ländern der Region umgesetzt, wenn auch mit unregelmäßigen Fortschritten. Die aktuellen Entwicklungen werden im Folgenden zusammengefasst.
Autoren: Jaime Sales, Dieter Drohmann
Autoren: Jaime Sales, Dieter Drohmann
Autor(en)
Dr. Dieter Drohmann
Contentpartner
© Lexxion Verlagsgesellschaft mbH
Publikation
StoffR 02 / 2020 (Mai 2020)
Verkaufspreis
€ 32,00