Neue Anforderungen an den Umgang mit PFAS- und asbesthaltigen Abfällen (LAGA M 23)
Der hochwertigen Bewirtschaftung von mineralischen Bau- und Abbruchabfällen als einem der größten Abfallströme kommt eine tragende Rolle, insbesondere im Rahmen der Circular Econemy, zu. Mit einer jährlichen Menge von ca. 222 Mio. t/a macht dieser Abfallstrom weiterhin über 50 % am gesamten jährlichen Abfallaufkommen aus. Die Beseitigungsquote von knapp 11 % sowie die Verwertungsquote von 89 % im Jahr 2021 bieten noch keine Benchmarks dafür, ob qualitativ oder quantitativ alle Potenziale einer hochwertigen Verwertung ausgeschöpft wurden. Das zirkuläre Bauen muss durch den Einsatz sekundärer Rohstoffe, insbesondere innerhalb der mineralischen Bereiche, weitere Potenziale erschließen.
Der Beitrag soll die Anforderungen zum Umgang und zur Entsorgung von PFAShaltigen und asbesthaltigen Abfällen darlegen. Mit der Novellierung der LAGA Mitteilung 23 im Jahre 2023 ergeben sich maßgebliche Rahmenbedingungen, die bei der Entsorgung und im Umgang mit asbesthaltigen Abfällen zu berücksichtigen sind. Der Beitrag stellt kurz die tragenden Säulen der LAGA M 23 dar und zeigt damit den Weg zur grundlegenden Sicherstellung und auch zur Optimierung des Baustoffrecyclings im Hinblick auf die erforderliche Ausschleusung asbesthaltiger Baustoffe auf. Die Bedeutung eines Abfallverwertungs-/Entsorgungskonzepts soll dabei herausgestellt werden. Im Thema PFAS-haltige Abfälle werden die diesbezüglichen Regelungen zum Umgang und zur Entsorgung dieser Abfälle, die sich im Zusammenhang mit dem in 2022 veröffentlichten bundeseinheitlichen Leitfaden zur PFAS-Bewertung des BMUV ergeben, am Beispiel der Umsetzungen in Baden-Württemberg, kurz aufgezeigt.
Autor(en)
Dipl.- Ing. Falk Fabian
Contentpartner
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH
Publikation
35. Abfall- und Ressourcenforum (2024) (April 2024)
Verkaufspreis
€ 11,00 oder im Premium-Abonnement enthalten