Projekt „low carb“ – CO2-Minderungspotenziale und ihre Grenzen

Seit Anfang 2024 unterliegen auch Müllheizkraftwerke der CO2-Bepreisung nach dem Brennstoffemissions-Handelsgesetz (BEHG) und der Emissionsbericht- Erstattungsverordnung (EBEV). Obwohl dieser Einbezug noch immer stark umstritten ist – und aktuell auch gerichtlich beklagt wird – ist das Gesetz in Kraft und von den Anlagen derzeit zu vollziehen.

Die GML – Gemeinschafts-Müllheizkraftwerk Ludwigshafen GmbH hat in den Jahren 2022 und 2023 im Rahmen des gemeinsamen Machbarkeits-Projektes „low carb“ zusammen mit der Neste Germany GmbH (100%-Tochter des finnischen Mineralölkonzerns Neste) geprüft, welche Möglichkeiten es für die GML gibt, Kohlenstoff vor oder nach der Abfallverbrennung abzutrennen. Ziel wäre es, die durch die Abfallverbrennung unvermeidbare Emission von CO2 zu unterbinden und den Kohlenstoff einer anderen Nutzung zuzuführen. Zentrale Frage war: Wie kann bei einem Müllheizkraftwerk eine „low carb-Diät“ möglich werden? In diesem Beitrag wird berichtet, welche Ergebnisse in dem Projekt erzielt wurden.
Autor(en)
Dipl.-Ing. Jürgen Eichmann, Dr. Thomas Grommes
Contentpartner
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH
Publikation
35. Abfall- und Ressourcenforum (2024) (April 2024)
Verkaufspreis
€ 19,00 oder im Premium-Abonnement enthalten