Co-Verbrennung von Sekundärbrennstoffen in der Zementindustrie

Auswirkungen des SBS-Einsatzes auf den Kllinkerprozess

Die Zementherstellung ist ein sehr energieintensiver Prozess. In Abhängigkeit vom Verfahren und von der Zementsorte werden zur Produktion von einer Tonne Zement z.B. bis zu 200 kg Braunkohle und zusätzlich bis zu 110 Kilowattstunden elektrische Energie benötigt. Die Energiekosten betragen bei den heutigen Energiepreisen ca. 25% der gesamten Produktionskosten. Es ist deshalb nicht verwunderlich, wenn die europäische Zementindustrie während der letzten 50 Jahre große Anstrengungen unternommen hat, den spezifischen Energieverbrauch signifikant zu senken. Im Jahre 1993 wurde auf Veranlassung der europäischen Kommission eine Studie angefertigt, in der ein weiteres Absenkungspotenzial von 2,2% ausgewiesen wurde. Man befindet sich also bereits nahe dem technisch erreichbaren Grenzwärmebedarf. Um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu sichern, begann die europäische Zementindustrie vor etwa 20 Jahren, nach neuen Energiequellen Ausschau zu halten. In diesem Zusammenhang fasste die Zementindustrie die Branche der Sekundärbrennstoffe ins Auge und sammelte in den letzten Jahren bereits umfangreiche Erfahrungen. Diese Erfahrungen werden in dem Beitrag vom Autor aufgegriffen und sowohl technische Lösungen, die sich in der Vergangenheit herauskristallisiert haben, als auch aktuelle Probleme erläutert.
Autor(en)
Dr. Erwin Schmidl
Contentpartner
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH
Publikation
16. Kasseler Abfallforum (2004) (April 2004)
Verkaufspreis
€ 6,00 oder im Premium-Abonnement enthalten